Alles barrierefrei? Martina Fehlner beim Faktencheck in Hösbach

28.05.2015

Gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Hösbach und Vertretern der Arbeitsgemeinschaft „Selbst Aktiv – Menschen mit Behinderung in der SPD“ hatte die Landtagsabgeordnete Martina Fehlner zu einem Rundgang zum Thema „Barrierefreies Hösbach“ eingeladen. Rund 30 Teilnehmer waren gekommen, um verschiedenste Bereiche der Ortsmitte sowie öffentliche Gebäude und Plätze einem umfangreichen Faktencheck zu unterziehen – vom Kultur- und Sportpark, über den Friedhof bis hin zum Rathaus und dem Marktplatz. Das gemeinsame Fazit von Martina Fehlner und Tolga Calik, 1. Vorsitzender des SPD-Ortsvereins: „In Hösbach ist vieles schon ganz passabel, doch gibt es auch noch einiges zu tun in Sachen Barrierefreiheit. Vor allem bei wichtigen Details besteht noch Nachbesserungsbedarf!“

Der auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesene Günter Fries von der SPD-AG Selbst Aktiv bemängelt die oft fehlenden abgesenkten Bordsteinkanten im gesamten Altort. Negativ fielen bei dem Rundgang außerdem die zum Teil äußerst schmalen Bordsteine entlang der Hauptstraße, ein nicht optimal zu bedienender Aufzug zum Parkdeck unter dem Marktplatz sowie ein nicht durchgehend asphaltierter Gehsteig im Bereich des Franz-Göhler-Seniorenstifts auf. Als positives Bespiel wurde von Maria Schäfer, Seniorenbeauftragte des Marktes Hösbach, der Friedhof genannt. Hier seien bereits viele Verbesserungen für die mobilitätseingeschränkten Besucher umgesetzt worden. Auch das Hösbacher Rathaus verfügt seit vielen Jahren schon über einen barrierefreien Zugang und einen Aufzug. Außerdem stünden die Mitarbeiter im Rathaus jederzeit zu Hilfestellungen zur Verfügung, betonte der 2. Bürgermeister Manfred Herold. Lediglich an der Beschilderung bestünde noch Verbesserungsbedarf.

Barrierefreiheit in allen öffentlichen Bereichen zu schaffen, darin sieht Martina Fehlner eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe: „Menschen mit Behinderungen müssen sich ebenso wie Senioren und Eltern mit Kleinkindern im öffentlichen Raum bewegen können, ohne ständig auf Hindernisse zu stoßen“, so ihre Forderung.