Christoph Rabenstein, MdL, besuchte den Bahnhof in Pegnitz

5.05.2015

Der Landtagsabgeordnete Christoph Rabenstein begutachtet die nicht barrierefreie Treppe am Pegnitzer Bahnhof

Bayern barrierefrei – Aktion in Pegnitz, 4. Mai 2015, 14 Uhr

Der Landtagsabgeordnete Christoph Rabenstein erläuterte die Problematik barrierefreier Plätze und Räume, insbesondere im öffentlichen Raum, die damit allen Menschen zugänglich sind. Dazu gehören nicht nur Bahnhöfe, sondern u. a. auch Rathäuser, Parkplätze und Stadien. Hier wolle die BayernSPD auf Defizite aufmerksam machen und auf eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation hinwirken. Das sei Sinn und Zweck dieser Aktion. Im Bayerischen Landtag konnte auf Initiative der SPD ein Antrag für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofes Pegnitz gestellt werden, der einstimmig angenommen wurde (Drucksache 17/5556).

Am Bahnhof wies der Abgeordnete auch auf die bestehenden Probleme hin. Es gebe kein Personal vor Ort und keinen Wartesaal, darüber hinaus würden Unterstellmöglichkeiten fehlen. Insbesondere sprach er die nicht behindertengerechte Unterführung an, um von Bahnsteig 1 auf Bahnsteig 2 und 3 zu kommen, bzw. umgekehrt. Und das bei rund 4.000 Fahrgästen in Pegnitz! Dies sei deshalb gravierend, da die wichtigsten Zugverbindungen in Richtung Nürnberg nur über Gleis 2 gehen. Nur mit großem (zeitlichen und finanziellen) Aufwand sei für Menschen mit Handicaps bzw. Rollstuhlfahrer eine Fahrt mit dem Zug möglich.

Der Bürgermeister von Pegnitz, Uwe Raab, betonte die Bemühungen der Stadt Pegnitz, die Umgestaltung des Bahnhofs voranzutreiben. Dazu sei der im Bayerischen Landtag von allen Fraktionen getragene Antrag für dessen barrierefreien Ausbau sehr hilfreich. Dies passe hervorragend in Pläne eines umfassenden städtebaulichen Konzeptes, zu dem auch eine dringend benötigte Verbindung zur Innenstadt mittels eines Durchstiches der Unterführung gehöre. Damit könnten alle Fahrgäste (Touristen, Pendler etc.) die Stadt Pegnitz barrierefrei erreichen, was zu einer Steigerung der Besucherzahlen auch im Umland (Fränkische Schweiz) führen würde.

Karl Lothes bestätigte die Ausführungen von Bürgermeister Raab. Er werde als Stadtrat einen Beschluss in dieser Richtung beantragen und die Angelegenheit ferner im Kreistag thematisieren.

Sonja Wagner erklärte ebenfalls ihre Unterstützung der genannten Forderungen. Auch sie wird sich im Kreistag dafür einsetzen.

Hermann Egli schilderte aus seiner langjährigen Erfahrung die Schwierigkeiten, als Rollstuhlfahrer von Pegnitz aus mit dem Zug zu fahren. Neben den seit Langem bekannten Unzulänglichkeiten speziell an diesem Bahnhof sei es generell mit vielen Umständen verbunden, eine Fahrt in Richtung Nürnberg zu unternehmen.

Das beginne bei der Auswahl der möglichen Zugverbindungen, die von Bahnsteig 2 (der nur über eine Treppe in der Unterführung zugänglich ist) fahren und dem Zugang in die Waggons selbst, da notwendige Hilfsmittel (Lifter) fehlen, um in einen Zug zu gelangen, bis hin zu fehlendem Personal am Bahnhof. Des Weiteren ist eine einigermaßen behindertengerechte Fahrt in Richtung Nürnberg leider nur von Gleis 1 möglich und nur mit einem notwendigen Umweg via Bayreuth (!!), um nicht umsteigen zu müssen.

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