Dr. Christoph Rabenstein informierte sich über die Barrierefreiheit im Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth

9.05.2015

MdL Dr. Christoph Rabenstein, Werner Sonntag, Richard Kastner und Bayreuther Stadtrat Siegfried Zerrenner bei der Besichtigung des Bayreuther Stadium

Mit dem Rollstuhl die Heimspiele seines Lieblingsvereins anschauen – geht das in Bayreuth? Diese Frage stellte der Landtagsabgeordnete Dr. Christoph Rabenstein im Hans-Walter-Wild-Stadion bei seiner zweiten Aktion zu „Bayern barrierefrei“, der Initiative der BayernSPD. Gemeinsam mit den Rollstuhlfahrern Werner Sonntag und Richard Kastner, dem Bayreuther Stadtrat Siegfried Zerrenner und Vertretern der Stadtverwaltung wollte sich Rabenstein einen Überblick über die Barrierefreiheit des Stadions machen. Kommen Rolli-Fans ungehindert ins Stadion? Gibt es „Stolperfallen“, unpassierbare Wege? Was ist gut – was kann noch verbessert werden? Deutlich wurde: Das Stadion ist – trotz seines Alters – bereits jetzt in weiten Bereichen barrierefrei.

Verbesserungsvorschläge gibt es dennoch: Zwar sind Behindertenparkplätze ausreichend vorhanden, jedoch könnten sie deutlicher ausgeschildert werden. Auch wären Hinweistafeln sinnvoll, um den schnellstmöglichen, barrierefreien Weg für Rollstuhlfahrer zum Stadion zu erklären. Im Stadion selbst sind die VIP-Räume für Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, nicht zugänglich, da sie sich im ersten Stock des Haupttraktes befinden. Diese sind lediglich über Treppen erreichbar. Auch die Tribüne kann schwer erreicht werden, jedoch stehen Helfer bei Veranstaltungen bereit, die helfen können.

An der Süd-Ost-Front des Stadions befinden sich die Behindertentoiletten – diese sind für Rollstuhlfahrer uneingeschränkt befahrbar, auch weil sie nicht abgeschlossen werden. Richard Kastner schlug vor, die Türen mit dem Schlüsselsystem auszustatten, das die Stadt in allen Behindertentoiletten im Stadtgebiet einsetzt – so könnte auch sichergestellt werden, dass nicht Unbefugte in die Toiletten kommen könnten. Eine sinnvolle Verbesserung wären dort auch Griffe an den Türen, um sie von innen besser schließen zu können. Eine erhebliche Verbesserung für Rollstuhlfahrer würde ein überdachter Tribünenteil darstellen. Bisher ist es so, dass die Rollstuhlfahrer oft das Stadion verlassen, wenn es zu einem Wetterumschwung kommt. Unterstände gibt es nämlich – zumindest für Rollstuhlfahrer – keine. Angeregt wurde außerdem ein gekennzeichneter Bereich für Rollstuhlfahrer, wodurch ermöglicht werden soll, dass sie eine uneingeschränkte Sicht auf das Spielfeld haben. Diese Kennzeichnung wurde bereits von der Stadt zugesagt.