Gemeinsam Passau barrierefrei gestalten!

29.05.2015

Der Passauer SPD-Abgeordnete Bernhard Roos prüfte gemeinsam mit seiner Landtagskollegin Ruth Müller, der Stadträtin Sissi Geyer und dem Juso-Unterbezirksvorsitzenden Eric Tylkowski die Stadt auf Barrierefreiheit.

Mit der Kampagne „Bayern Barrierefrei“ will die BayernSPD-Landtagsfraktion aktuell ein neues Bewusstsein für die vielfältigen Hindernisse im Alltag vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger schaffen und nicht zuletzt die Staatsregierung zur Unterstützung der Kommunen bewegen. Aus diesem Grund besichtigte der Passauer Abgeordnete Bernhard Roos mit seiner Kollegin Ruth Müller, der Stadträtin Sissi Geyer, Juso-Unterbezirksvorsitzenden Eric Tylkowski und Klaus Schröpf, Behindertenbeauftragter der Stadt Passau, die Stadt und prüfte diese auf Barrierefreiheit.

Der Experte Schröpf lobte die bereits vorgenommenen Maßnahmen: „Passau nimmt seine Verantwortung gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern sehr ernst und erkennt seit langem, dass eine Stadt durch die Barrierefreiheit zukunftsfähig gestaltet wird. Der demografische Wandel führt dazu, dass bald 40% bis 50% davon profitieren, schon jetzt ist einem Drittel der Stadtbevölkerung geholfen, wenn Barrieren im Alltag abgebaut werden.“ Es besteht jedoch auch noch Verbesserungsbedarf, so fordern die Landtagsabgeordneten mehr Unterstützung des Freistaats. Bernhard Roos: „Das Versprechen der Staatsregierung, bis 2023 ganz Bayern barrierefrei zu gestalten, wird immer weiter relativiert und rückt für die Betroffenen in immer weitere Ferne. Ohne Zuschüsse ist vielen Kommunen der zeitgemäße Umbau ihrer öffentlichen Gebäude oder Verkehrswege, auch trotz bestehendem Bewusstsein, oft nicht möglich. Ich hoffe auf Einsicht und Unterstützung, Bayerns Barrierefreiheit muss oberste Priorität haben!“ MdL Ruth Müller fügt hinzu, dass viele der Barrieren auch ohne große Investitionen oft schon durch Bewusstseinswandel der Bevölkerung abgebaut werden können. Aber MdL Müller pflichtet auch ihrem Kollegen Roos bei: „Die Staatsregierung muss sich der Tatsache bewusst sein: Barrierefreiheit wird es nie zum Nulltarif geben!“

Der Juso-Unterbezirksvorsitzende Eric Tylkowski stellte zudem die Größe der profitierenden Gruppe fest: „Barrierefreiheit hilft neben Menschen mit körperlichem oder geistigem Handicap auch Seniorinnen und Senioren, Müttern mit Kinderwägen, Kleinkindern, Radfahrerinnen und Radfahrern oder Reisenden, für die Barrieren im Alltag problematisch zu lösen sind.“ Viele öffentliche Gebäude in Passau gehen in Passau mit gutem Beispiel voran, so lobte Stadträtin Sissi Geyer beispielsweise den Bau von Aufzügen im Leopoldinum und im Adalbert-Stifter-Gymnasium. Abschließend stellten alle Beteiligten die hohe Bedeutung des Themas der Barrierefreiheit nochmals heraus und die Landtagsabgeordneten Müller und Roos versichern, die Bestrebungen der Stadt und der Stadtwerke Passau barrierefrei zu werden, mit Anträgen im Parlament bestmöglich zu unterstützen, denn die besondere Situation der Stadt mit denkmalgeschütztem Kulturerbe müsse staatlich mit höchstmöglichen Zuschüssen gewürdigt werden.