Ortstermin am Bahnhof im mittelfränkischen Georgensgmünd

27.04.2015

Nur mit Hilfe anderer konnte der zweijährige Elias im Kinderwagen mit seiner Großmutter nach unten gelangen.

Der SPD-Fraktionsvorstand macht sich für mehr Barrierefreiheit in Bayern stark. Bei einem Besuch in der mittelfränkischen Gemeinde Georgensgmünd zeigte sich vor allem der Bahnhof als Brennpunkt. Bürgermeister Ben Schwarz kritisierte im Gespräch mit den Landtagsabgeordnetenden den aktuellen Zustand als absolut unzureichend. «Man kommt zwar von hier nach Nürnberg, aber halt nicht mehr zurück», schilderte der Kommunalpolitiker die Probleme von Menschen mit Gehbehinderungen, aber auch von Senioren oder Familien mit Kindern. Lediglich auf der einen Seite des Bahnhofs gibt es eine befahrbare Rampe.

Der zweijährige Elias im Kinderwagen stand mit seiner Großmutter am Treppenansatz und konnte nur mit Hilfe sicher nach unten gelangen. SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher kritisierte: «Der Ministerpräsident hat Barrierefreiheit für ganz Bayern versprochen. Doch davon ist weit und breit noch nichts zu sehen. Das ist ein Armutszeugnis für die Staatsregierung und die Bahn.» Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin der fränkischen SPD-Abgeordneten, Helga Schmitt-Bussinger, mahnte: «Hier ist dringender Handlungsbedarf. Das ist doch ganz offensichtlich. Der Freistaat muss hier mehr Geld bereitstellen und darf die Kommunen nicht im Regen stehen lassen.»