Schwandorfer SPD sammelt Unterschriften: Bahnhof Schwandorf barrierefrei und behindertengerecht umbauen

28.03.2015

Rund 6000 Personen steigen täglich am Bahnhof Schwandorf ein und aus. Für Menschen mit Behinderung, Rollstullfahrer, Personen mit Gehhilfen oder mit Kinderwägen sind die Züge aber kaum erreichbar, weil die Bahnsteige zu niedrig sind und Aufzüge zu den Bahnsteigen fehlen.

Dennoch sieht die für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs zuständige DB Station und Service GmbH auf absehbare Zeit keinen Handlungsbedarf. Auf eine Anfrage von MdB Marianne Schieder teilte die Bahn vor kurzem mit, dass der Schwandorfer Bahnhof einen zufriedenstellenden Anlagenzustand aufweise und dass in absehbarer Zeit keine Ersatzinvestitionen notwendig seien, so dass es auch keine Möglichkeit gebe, den Bahnhof barrierefrei umzubauen.

Auch die Staatsregierung lässt die Schwandorfer im Stich: Das Wirtschaftsministerium teilte auf eine Anfrage von MdL Franz Schindler mit, dass der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe in Bayern zwar ein großes Anliegen sei, für den Bahnhof Schwandorf aber die Grundfinanzierung durch den Bund nicht gesichert sei. Deshalb sei der Bahnhof Schwandorf nicht in das Sofortprogramm für den barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen in den Jahren 2013 bis 2018 aufgenommen worden.

Die SPD weist dem barrierefreien Umbau der Bahnhöfe eine zentrale Bedeutung bei und hat in ihrem Landeswahlprogramm beschlossen, ein 200-Millionen Euro Sonderprogramm zur Beschleunigung der barrierefreien Erschließung von Bahnhöfen in Bayern aufzulegen. Davon könnte auch Schwandorf profitieren.

Der barrierefreie Umbau des Knotenbahnhofs Schwandorf muss nach Ansicht von MdL Franz Schindler auch im Zusammenhang mit der erhofften Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg – Hof gesehen werden und vordringlich erledigt werden. Mittelfristig habe die Schwandorfer SPD noch weitere Pläne: Die Vergrößerung des Angebots an park-and-ride-Parkplätzen und die Verlängerung der Fußgängerunterführung unter den Bahngleisen bis ins Egelseegebiet.

Mit einer Unterschriftensammlung will die Schwandorfer SPD ihren Forderungen mehr Nachdruck verleihen. MdB Marianne Schieder, Bürgermeisterin Ulrike Roidl und MdL Franz Schindler beginnen am Montag um 10 Uhr vor dem Bahnhof mit der Sammlung von Unterschriften. Dabei sein wird auch der stv. Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft “selbst aktiv” in der SPD, Karl Brunnbauer, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist.