SPD-Landtagsfraktionsvorstand: Barrierefreier Ausbau der Seilbahn in Bischofsgrün muss vom Freistaat unterstützt werden

4.08.2015

v.l. Harald Schlegel, 1. Bgm. Gefrees, Klaus Adelt, MdL, Stephan Unglaub, 1. Bgm. Bischofsgrün, Inge Aures, MdL, Landtagsvizepräsidentin

Zum barrierefreien Ausbau der Seilbahn im Fichtelgebirge pochen Kommunalpolitiker und der Vorstand der SPD-Landtagsfraktion auf finanzielle Hilfen des Freistaats. Der Erste Bürgermeister der Gemeinde Bischofsgrün, Stephan Unglaub, betont: „Wir müssen als Tourismusregion konkurrenzfähig bleiben. Doch Familien mit Kinderwägen, Senioren mit Rollator, Rollstuhlfahrer oder auch Sehbehinderte mit Blindenhund sind bislang ausgeschlossen. Das müssen wir ändern.“

Unterstützt wird Bischofsgrün von den oberfränkischen SPD-Abgeordneten Inge Aures und Klaus Adelt. Aures, die auch Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags ist, kritisiert: „Bislang können lediglich private Seilbahnbetreiber einen Zuschuss erhalten, nicht aber kommunale Zweckverbände wie hier am Ochsenkopf. Das ist doch ein Unfug. Wir haben den Finanzstaatssekretär Pschierer bereits auf das Problem aufmerksam gemacht und hoffen nun auf ein Umdenken der Staatsregierung.“ Für Adelt geht es hier auch um Gerechtigkeit: „Für Seilbahnen in Oberbayern gibt es immer wieder erhebliche staatliche Zuschüsse, da darf das Fichtelgebirge nicht benachteiligt werden.“

Nach Einschätzung von Bürgermeister Unglaub wird die Modernisierung zwischen sechs und acht Millionen Euro kosten. Der Landkreis Bayreuth als Hauptträger des Seilbahnzweckverbands und die drei direkt beteiligten Gemeinden Bischofsgrün, Warmensteinach und Fichtelberg könnten die finanzielle Last nicht alleine stemmen.

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